Weltflüchtlingstag: LISKO unterstützt seit 10 Jahren geflüchtete Menschen

04 Juni 2026

Anlässlich des 10-jährigen Bestehens von LISKO haben wir Thomas, Sozialarbeiter im Dienst seit 2017, getroffen. Fast seit den Anfängen dabei, blickt er auf die Entwicklung von LISKO, die Herausforderungen im Laufe der Jahre sowie sein Engagement für besonders vulnerable geflüchtete Menschen zurück.

„Nach dem massiven Zustrom von Geflüchteten aus Syrien im Jahr 2015 gründete das Luxemburger Rote Kreuz im April 2016 auf Initiative des Ministeriums für Familie, Integration und die Großregion das LISKO, um die Sozialämter des Landes zu unterstützen, die durch die steigende Zahl von Personen mit internationalem und subsidiärem Schutzstatus überlastet waren.

Mit der Ankunft interkultureller Dolmetscher im Jahr 2017 entwickelte sich LISKO zu einem spezialisierten Dienst, der sich auf die Begleitung und Unterstützung dieser Zielgruppen unter Berücksichtigung ihrer kulturellen Besonderheiten konzentrierte. Zu diesem Zeitpunkt konnten sich alle Personen mit anerkanntem Flüchtlingsstatus direkt an unseren Dienst wenden, um soziale Unterstützung zu erhalten. Das Team wurde jedoch schnell von der Anzahl der Fälle überfordert, und 2020 erreichte LISKO seine Kapazitätsgrenze in Bezug auf Personal und konnte keine neuen Begünstigten mehr aufnehmen.

Nach einer Entscheidung des Ministeriums für Familie im Jahr 2022 übernahmen die Sozialämter erneut die soziale Betreuung von Geflüchteten. Nur in Bedarfsfällen und auf Grundlage von vier definierten und weiterhin geltenden Vulnerabilitätskriterien können die Sozialämter eine Fallaufnahme bei LISKO beantragen.“

„Im Laufe der Jahre hat LISKO zahlreiche Projekte entwickelt, wie Informationsworkshops, die Einstellung einer Psychologin im Jahr 2018 sowie das Schulungsprogramm ‚In der Haut eines Geflüchteten‘ im Jahr 2019. Seit 2022 unterstützt der Dienst zudem Menschen, die aus der Ukraine kommen, und konzentriert seine Arbeit verstärkt auf besonders vulnerable Personen mit einer intensiveren Begleitung. Im Jahr 2025 hat das Projekt REVEIL das Engagement für Interkulturalität sowie den Kampf gegen Diskriminierung weiter gestärkt.“

„Die Arbeit mit Geflüchteten hat mich von Anfang an interessiert. Ich stehe täglich in Kontakt mit sehr unterschiedlichen Menschen, die mit vielfältigen Problemlagen konfrontiert sind. Es ist alles andere als monoton! Ich schätze die Zusammenarbeit mit Dolmetschern, die uns helfen, kulturelle Besonderheiten besser zu verstehen. Ich verfolge regelmäßig die geopolitische Entwicklung, da die Ereignisse in den Herkunftsländern unserer Begünstigten einen großen Einfluss auf sie haben. Das ist sehr intellektuell anregend. Unser Dienst verfügt heute über echte Expertise im Bereich Migration und spielt eine wichtige Rolle in der luxemburgischen Soziallandschaft. Wir reagieren auf einen echten Bedarf; wir sind für Menschen da, die in Luxemburg ihre Orientierung verloren haben. Unsere Unterstützung hilft ihnen, in ihrem Integrationsprozess voranzukommen oder zumindest den richtigen Kurs zu halten.“