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Services et Equipe

Wir bieten Jugendlichen und jungen Erwachsenen (12-21 Jahre), welche sich freiwillig melden, eine ambulante psychologische und psychotherapeutische Hilfe und Unterstützung, damit sie nachhaltig ein Leben in psychischer Gesundheit und Wohlbefinden führen können.

Das Psy-Jeunes bietet sowohl psychologische Beratung wie auch Psychotherapie im ambulanten Setting

Anmeldegründe

Die Jugendlichen und jungen Erwachsenen haben einen Punkt im Leben erreicht, wo es in ihren Augen und/oder in den Augen ihrer Familienmitglieder/Freunde nicht mehr weitergeht. Dieser belastende Lebensmoment kann sich in Verhaltensauffälligkeiten zeigen wie:

Affektive Störungen;

    • Anhaltende leichte bis starke Schwankungen im Stimmungs-, Antriebs- und Aktivitätsbereich;

Neurotische Belastungs- und somatoforme Störungen;

    • Reaktionen auf schwere Belastungen und Anpassungsstörungen, Angst- und Zwangsstörungen, somatoforme Störungen;

Verhaltens- und emotionale Störungen

    • mit Beginn in Kindheit- und Jugend; Hyperkinetische Störungen, Störung des Sozialverhaltens, Störung des Sozialverhaltens und der Emotionen und Ticstörungen;

Verhaltensauffälligkeiten

  • mit körperlichen Störungen und Faktoren. Hierzu zählen u.a. Essstörungen und Schlafstörungen.

Anmeldung

  • Die Anmeldung kann über mehrere Wege erfolgen:
    Der Klient meldet sich bei der helpline vom Roten Kreuz (2755). Hier wird eine telefonische Anmeldung mit dem Klienten gemacht, bei welcher er seine persönlichen Daten (Dame, Alter, Adresse usw.) angibt sowie kurz den Anmeldungsgrund beschreibt. Letzterer dient vor allem, vorab entscheiden zu können, ob das Angebot des Service für das dargestellte Problem geeignet ist.
  • Der Klient meldet sich beim ONE (Office Nationale de l‘Enfance). Er wird dort zu einem Gespräch eingeladen, bei welchem festgelegt wird, welcher Service am geeignetsten ist oder welcher Service Aufnahmekapazitäten hat. Anschließend kann er dann zu uns weitergeleitet werden.

Kosten

  • Die Anträge auf Hilfe werden an das ONE gerichtet. Die verschiedenen Hilfsmaßnahmen werden vom ONE bezahlt. Eine Beteiligung an den Unkosten kann von den Eltern gefordert werden, die je nach finanzieller Situation angepasst wird.
  • Neben dieser Finanzierung durch die öffentliche Hand können die Eltern die Sitzungen auch privat bezahlen. Eine Abrechnung übers ONE wird dann nicht stattfinden.
  • In besonderen Fällen kann die Therapie auch von den Eigenmitteln des Roten Kreuzes übernommen werden.

Methoden

 

  • Verhaltenstherapie,
  • Klinische Hypnose,
  • Klientzentrierte Gesprächspsychotherapie,
  • systemische Therapie,
  • EMDR und weitere traumatherapeutische Methoden,
  • Psychodrama

 

Weitere untergeordnete Methdoen sowie das komplette « Allgemeine Aktionskonzept » finden Sie hier: CAG Psy Jeunes 2016 D

Trauma

Die Reaktionen auf ein Trauma können unmittelbar nach dem Ereignis auftreten, oder aber erst Wochen, Monaten oder Jahren danach. Manchmal kann es sein, dass die Betroffenen zwischen ihren Symptomen und dem Trauma überhaupt keinen Zusammenhang mehr herstellen. Mögliche Reaktionen sind: Symptome des Wiedererlebens: sich aufdrängende, belastende Erinnerungen an das Trauma, Flashbacks, Alpträume

Die Symptome bedürfen einer entsprechenden spezifischen traumatherapeutischen Behandlung, die in 3 Phasen erfolgt:

1. Stabilisierung

In der ersten Phase wird eine sichere therapeutische Beziehung hergestellt. Spezielle Stabilisierungsübungen helfen den Betroffenen über Imagination und Entspannung ihre innere Sicherheit wiederzuerlangen (innere Stabilisierung). Gleichzeitig werden die Rahmenbedingungen derart gestaltet, daß eine Retraumatisierung des Patienten ausgeschlossen wird. So wird bspw. entschieden, wie ein Jugendlicher vor weiteren Misshandlungen und sexuellen Übergriffen geschützt werden kann. (äußere Stabilisierung.)

2. Traumasynthese

In der zweiten Phase wird das Ereignis direkt bearbeitet. Dabei werden verschiedene Techniken zur Durcharbeitung des traumatischen Erlebnisses eingesetzt. EMDR (Eye Movement Desensitiziation and Reprocessing: Traumabearbeitung mit neuropsychologisch wirksamen Augenbewegungen) und die Screentechnik sind die am häufigsten angewandten Verfahren. Es können auch körperliche Techniken angewendet werden.

3. Überprüfung, Eingliederung des Erlebten in die Lebensachse:

In der dritten Phase wird überprüft, ob sich alle Folgen des Traumas zurückgebildet haben oder weitere therapeutische Schritte eingeleitet werden müssen. In dieser Phase wird dem Betroffenen die Trauerarbeit ermöglicht, damit das Erlebte, als Teil seines Lebens angenommen werden kann.

 

Mitarbeiter

Christiane Weintzen (Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutin, Direktionsbeauftragte )

Nathalie Gira (psychologische Psychotherapeutin)

Manuela Woll (psychologische Psychotherapeutin)