Interview mit Max Steffen,
einem unserer 15 Auslandshelfer weltweit.

Ich glaube, dass wir bis 2020 etwa 5.000-6.000 Familien dazu verholfen haben, wieder ein Dach über dem Kopf zu haben. Das entspricht in Niger etwa 50-60.000 Personen, darunter mindestens 30.000 Kinder. Dass es uns gelungen ist, diesen Menschen zu helfen, macht mich stolz auf unsere Arbeit vor Ort.

Max Steffen

About Max

  • Name: Max Steffen
  • Alter: 30 ans
  • Kommt aus: Luxembourg
  • Studiert: Wirtschaftswissenschaften Master in Unternehmensführung / Innovation / Qualität
  • Derzeitige Position: « Projektkoordinator » in Niamey (Niger)

Während der Feiertage zum Jahresende konnten wir mit Max Steffen zu sprechen, der seit September 2020 als Projektkoordinator für die Internationale Hilfe des Luxemburger Roten Kreuzes im Niger tätig ist. Besonders motiviert durch die spürbaren Auswirkungen der Projekte auf die lokale Bevölkerung, teilte er Anekdoten aus seinem Alltag mit uns, berichtete von seinen Beweggründen und den Sicherheitsproblemen, die seinen Job jeden Tag erschweren, aber auch von der Bedeutung der Mittel, die den lokalen Projekten durch Spenden und andere Zuwendungen aus Luxemburg zur Verfügung gestellt werden.

Max bei einer Trainingseinheit in Niamey

Die tägliche Arbeit eines Auslandshelfers des Luxemburger Roten Kreuzes in Niger.

Was ist die typische Arbeit eines Auslandshelfers des Luxemburger Roten Kreuzes in Niger? Arbeitet er alleine oder im Team? Wie sind die Projekte aufgebaut?

Die Sicherheitslage in Niger und ihr Einfluss auf die tägliche Arbeit.

Soviel ist klar: Es ist ein Unterschied, ob man hier in Luxemburg ins Büro geht oder in Afrika in der Sahelzone im Einsatz. Aber wie erlebt man das in der Praxis? Welchen Einfluss haben politische Ereignisse oder Naturkatastrophen auf die internationalen Hilfsprojekte des LRC?

FAKTEN ZUR INTERNATIONALEN HILFE

Was ist die Internationale Hilfe des Luxemburger Roten Kreuzes?

1989 gründete das Luxemburger Rote Kreuz die „Aide Internationale de la Croix-Rouge Luxembourgeoise asbl (AICRL)“, um seine internationalen humanitären Aktivitäten mithilfe der finanziellen Unterstützung von nationalen und internationalen Förderern zu realisieren und zu professionalisieren.

Das Luxemburger Rote Kreuz zeigt sich mit den Schwächsten dieser Welt solidarisch. Die humanitären Teams unserer „Internationalen Hilfe“ können in Notfällen eingesetzt werden, um Menschen zu unterstützen, die von Konflikten, Natur- oder von Menschen verursachten Katastrophen betroffen sind. Derzeit umfassen unsere internationalen humanitären Projekte Maßnahmen zum Schutz von gefährdeten Bevölkerungsgruppen sowie Umweltprojekte.

Warum Afrika?

Auf dem afrikanischen Kontinent befinden sich einige der ärmsten Länder der Welt. Der Bedarf an humanitärer Hilfe ist enorm, insbesondere in den Ländern der Sahelzone, die von Dürre, Ernährungsunsicherheit und bewaffneten Konflikten betroffen sind. Die Küstengebiete sind von Stürmen und Zyklonen bedroht. Diese Phänomene werden durch die globale Erwärmung weiter verschärft, was die Bevölkerung noch verwundbarer macht. Von schlechten Wetterbedingungen bedroht und ihrer Lebensgrundlagen beraubt, sind die Menschen gezwungen zu fliehen.

Wem hilft die Internationale Hilfe?

Ausgewählt werden die „am stärksten gefährdeten Haushalte unter den bereits sehr gefährdeten Bevölkerungsgruppen“: kinderreiche Familien, alleinstehende Frauen mit Kindern, ältere Menschen, kranke oder behinderte Haushaltsvorstände usw. Sie sind meist in ländlichen Gebieten mit sehr fragilen Behausungen in abgelegenen und schwer zugänglichen Gebieten angesiedelt, fern jeder Versorgung und Hilfe. Diese gefährdeten Bevölkerungsgruppen sind:

  • Opfer von Naturkatastrophen (globale Erwärmung) und Konflikten,
  • Frauen, die Opfer von sexueller Gewalt geworden sind,
  • Migranten auf der Flucht
  • Bevölkerungsgruppen in Entwicklungstadien.

Über die Aufgaben eines Auslandshelfers des Luxemburger Roten Kreuzes – und wie man sich darauf vorbereitet.

Was sind die Aufgaben eines Koordinators im Niger? Wie kann man sich darauf vorbereiten? Max erzählt uns, wie man versuchen kann, sich bestmöglich auf einen Einsatz in Afrika vorzubereiten – um dann, sobald das Flugzeug gelandet ist, festzustellen, dass alles ganz anders sein wird.

Über die Motivation, nach Afrika zu gehen und dort zu helfen – und wie man sie aufrechterhält.

Jeden Morgen wird ein Auslandshelfer in Afrika gespannt dem Radio lauschen und hören, welche neuen Krisen oder Katastrophen wieder einmal seine Arbeit und die Projekte seines gesamten Teams beeinflussen werden – und natürlich das tägliche Leben der Menschen vor Ort. Jeden Tag wird er mit neuen Herausforderungen konfrontiert sein, die es anzunehmen und zu bewältigen gilt. Wie bleibt man motiviert? Wie tut man alles erdenklich Mögliche, um den Menschen zu helfen, die es am dringendsten benötigen?

Was wäre, wenn wir einen Zauberstab für 2021 hätten?

Was sind Max’ Wünsche für das Jahr 2021? Wie sieht er die Entwicklung der internationalen Hilfsprojekte? Wie können wir ihm von Luxemburg aus helfen und ihn unterstützen?

Persönliche Bilanz 2020.

Was macht Max Steffen stolz? Wo sieht er die tatsächliche Wirkung der Internationalen Hilfe des Luxemburger Roten Kreuzes?

Danke, dass Sie uns 2021 nicht vergessen werden