Module
Ambulanter Bereich
Für wen?
Für Familien in schwierigen Lebenssituationen (z.B. Trennung/Scheidung, Trauer, Gewalt, Abhängigkeiten), in denen die Kinder Verhaltensauffälligkeiten zeigen, die auf ein psychisches Leiden hinweisen könnten.
Wie ist der Ablauf?
Nach der telefonischen Anmeldung wird der Familie ein Erstgespräch angeboten, das eine Beobachtungsphase einleitet, während der die Probleme und die Stärken der Familie erkundet werden. Anschließend wird der Familie ein Therapieangebot gemacht. Dieses kann folgendes umfassen.
- Tiergestützte Therapie – mit Pferd und/oder Hund
- Spieltherapie
- Eltern/Kind-Therapie
- Einzel-, Paar- und Familientherapie
- Erziehungsberatung
- Elterntraining nach dem Konzept STEP©
- Schulische Fallbegleitung
Wie lange dauert die Intervention?
Die Dauer des Veränderungsprozesses ist bei jeder Familie anders.. Wir passen uns dem individuellen Entwicklungsrhythmus an und bieten neben Kurzzeitinterventionen auch langfristige Begleitungen an. Die Kinder und/oder Eltern kommen durchschnittlich 1x/Woche zur Therapie.
Tagesbereich
Für wen?
Für verhaltensauffällige Kinder zwischen 6 und 12 Jahren und ihre Familien. Die Familien haben bereits verschiedene Hilfen in Anspruch genommen,, aber die Intensität der Problematik übersteigt die Möglichkeiten ambulanter Arbeit.
Wie ist der Ablauf?
1. Aufnahmephase
- Familiengespräche
- Kontakte zu den bisher beteiligten Professionellen
- Kontakt mit dem Lehrpersonal
- Verhaltensbeobachtungen in der Schule
- Probezeit im Therapiezentrum
- Aufnahme nach gemeinsam erstelltem Therapieplan und -vertrag
2. Intensive Phase (3 bis 6 Monate)
Den Kindern wird ein individuell abgestimmtes Therapieprogramm angeboten. Einzel- und Gruppentherapien sowie erlebnispädagogische Angebote sollendem Kind helfen, seine Fähigkeiten zu stärken und seine Schwierigkeiten zu überwinden.
In diesem Rahmen spielen die Tiere in der naturnahen Umgebung eine tragende Rolle. Sie vermitteln ohne Erwartungsdruck und Wertung Geborgenheit und Sicherheit.
- Die Kinder sind montags, dienstags, donnerstags und freitags von 9.oo bis 16.00 Uhr im Therapiezentrum. Mittwochs (Integrationstag) besuchen sie weiterhin ihre Heimatschule. So ist eine kontinuierliche und intensive Arbeit möglich, ohne dem noch jungen Kind eine Trennung von seiner Familie zumuten zu müssen. Außerdem bleibt der Kontakt zur „Realität“ bestehen und neue Verhaltensweisen können auf allen Ebenen erprobt werden (Kind, Eltern, Lehrer, usw.)
- Die Eltern nehmen maßgeblich am Therapieprogramm teil. Familientherapien, Eltern/Kind-Therapien und Einzelgespräche, Interventionen nach der Marte Meo-Methode sowie die Möglichkeit, an einem Elterntraining (nach dem Konzept STEP©) teilzunehmen, sollen ihre Kompetenzen stärken und sie ermutigen neue Wege zu gehen.
- Der schulische Unterricht wird von spezialisierten Lehrern angeboten. Neben der individuellen Lernförderung für das Kind werden die Eltern spezifisch zur schulischen Situation beraten. Außerdem wird mit den Lehren der Ursprungsschule eng zusammengearbeitet um den Integrationstag zu einer stärkenfördernden und auf Dauer ermutigenden Erfahrung für das Kind, Eltern und Lehrer werden zu lassen. Die schrittweise Reintegration in den normalen Schulbetrieb wird dadurch auch erleichtert. Darüberhinaus haben die Lehrer die Möglichkeit, an einer regelmäßigen Supervisionsgruppe teilzunehmen, in der neben dem professionellen Austausch auch spezifische Themen zum Unterricht mit verhaltensauffälligen Kindern aufgegriffen werden.
3. Nachsorge
Nach Abschluss der intensiven Phase ist eine zeitlich nicht begrenzte Nachsorge vorgesehen, um eine Festigung des Erarbeiteten zu gewährleisten und eine langfristige Unterstützung anzubieten. Kinder und Eltern können von den ihnen bekannten Therapeuten ambulant nachbetreut werden. Auch für die Möglichkeit, Kontakt aufzunehmen und an der Supervisionsgruppe teilzunehmen. Es werden in regelmäßigen Abständen Bilanzgespräche angeboten.






