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FAQ

 

Blut spenden – ein Zeichen der Solidarität – eine Geste der Selbstlosigkeit

Es ist hauptsächlich den 13.000 Menschen, die jedes Jahr freiwillig und unentgeltlich Blut spenden, zu verdanken, dass die Menschen, die Blutprodukte benötigen, in Luxemburg gut versorgt werden. Dieses Verantwortungsbewusstsein ermöglicht es dem Blutspendezentrum des Luxemburger Roten Kreuzes, den Blutbedarf der Kliniken und Krankenhäuser zu decken. Um diesen Gemeinschaftsgeist auch in Zukunft zu erhalten und um eine Erschöpfung des lebensnotwendigen Blutvorrats zu vermeiden, müssen ununterbrochen neue Spender geworben werden, besonders unter jungen Menschen

Mit den hier dargestellten Informationen wenden wir uns an alle, die gerne Blut spenden würden und mehr darüber erfahren möchten. Sie finden hier Antworten auf die dem Team des Blutspendezentrums am häufigsten gestellten Fragen. Es kann natürlich auch sein, dass Sie sich einfach zu bestimmten Themen besser informieren möchten. Wie dem auch sei, wir hoffen, dass Sie auf diesen Seiten Antworten auf Ihre Fragen finden.

 

Blut

Was muss man über Blut wissen?

Gibt es künstliches Blut?

Was ist Hämoglobin?

 

Blut spenden

Warum sind Blutspenden unentbehrlich?

Welche Blutmenge spendet man?

Sind 500 ml nicht zuviel?

Wie lange spendet man?

Ist diese Dauer immer gleich ?

Wie oft darf man Blut spenden ?

Darf ich Blut spenden ?

 

Spender

Wer darf spenden?

Ist die Blutabnahme schmerzhaft ?

Wie lange braucht der menschliche Körper, um das abgenommene Blut zu ersetzen?

Beeinflusst Blutspenden den Blutdruck?

Worauf soll man vor und nach der Spende achten?

Gibt es besondere Richtlinien für Sportler?

Gibt es besondere Richtlinien für Autofahrer?

Beschädigen Blutspenden die Venen?

Kann Blutspenden gesundheitsschädlich sein?

Bestehen Unverträglichkeitsrisiken?

 

Blutprodukte?

Was passiert mit dem gespendeten Blut?

In welchen Etappen werden die Blutprodukte hergestellt?

Werde ich über die Ergebnisse der Laboranalysen informiert?

Was sind Blutprodukte? Wird das Blut nicht direkt bei dem Patienten verwendet?

Wie lange kann man Blut aufbewahren?

Sind Blutprodukte sicher? Besteht ein Infektionsrisiko?

Wann wird das Blut verwendet? Für wen?

 

Bluttransfusion in Luxemburg

Warum muss man jedes Mal einen medizinischen Fragebogen ausfüllen?

Kann ich sicher sein, dass meine Antworten vertraulich behandelt werden?

Das Rote Kreuz behauptet, dass seine Blutspenden eine besonders hohe Sicherheit garantieren. Wieso?

Gibt es genügend Blutspenden in Luxemburg? Warum ist das wichtig?

Gibt es Knappheitsperioden?

Sind seltene Blutgruppen wertvoller?

Verkauft Luxemburg Blut ins Ausland?

Blut wird unentgeltlich gespendet. Warum wird es nicht gratis an Krankenhäuser abgegeben?

Warum zahlt das Rote Kreuz nicht für Blutspenden, wenn mehr Blut gebraucht wird?

Wo und wann kann man in Luxemburg Blut spenden?

 

Was muss man über Blut wissen?

Blut besteht aus vier unentbehrlichen Hauptbestandteilen:

  • Die roten Blutkörperchen leiten Sauerstoff aus den Lungen zum Gewebe und befreien den Organismus von Kohlendioxyd. Ein kleiner Bluttropfen enthält 4,5 bis 5 Millionen rote Blutkörperchen.
  • Die weißen Blutkörperchen stellen einen wichtigen Teil des Immunsystems dar. Sie verteidigen den Körper gegen Bakterien, Viren und Parasiten, und schützen ihn vor infektiösen Krankheiten. 1mm³ Blut enthält 4.000 bis 10.000 weiße Blutkörperchen.
  • Die Blutplättchen stoppen zum Beispiel im Falle einer Verletzung oder Operation die Blutung. Sie verhindern Blutverluste der Venen, Arterien und Kapillaren.
  • Plasma ist der flüssige Teil des Blutes, der sowohl die Blutplättchen als auch die roten und weißen Blutkörperchen transportiert. Außerdem enthält es unentbehrliche Substanzen wie Salz, Hormone, Glukose und Proteine, z.B. Albumin, das den Blutdruck reguliert, sowie Gerinnungsfaktoren, die Blutungen stoppen.

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Gibt es künstliches Blut?

Blut ist ein flüssiges Organ, dessen Aufbau so komplex ist, dass seine künstliche Herstellung unmöglich ist. Wir werden also nicht auf Blutspenden verzichten können, wenn wir weiterhin Kranke und Verletzte behandeln möchten. Allerdings ermöglicht Gentechnologie inzwischen die künstliche Herstellung einiger Plasmabestandteile, wie zum Beispiel Gerinnungsfaktoren, die von Blutern benötigt werden.

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Was ist Hämoglobin?

Hämoglobin ist die Substanz, die den roten Blutkörperchen ihre Farbe verleiht. Außerdem kann Hämoglobin Sauerstoff (O2) und an Kohlendioxyd (CO2) an sich binden. So sind die roten Blutkörperchen für die Verteilung der Sauerstoffmoleküle der Lunge an alle Körperzellen zuständig. Dabei nehmen sie das in den Zellen angesammelte Kohlendioxyd mit und bringen es in die Lungen, die es dann ausscheiden. Die durchschnittliche Hämoglobin-Konzentration ist bei Männern höher als bei Frauen. Deswegen sind die Grenzwerte für Blutspenden auch unterschiedlich: 130g/l für Männer und 120g/l für Frauen.

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Warum sind Blutspenden unentbehrlich?

Blut ist eine lebensnotwendige Substanz, die ausschließlich vom Körper produziert wird und durch nichts anderes ersetzt werden kann. Es gibt kein künstliches Blut. Jede Blutkomponente erfüllt eine lebensnotwendige Funktion: Transport von Sauerstoff und nahrhaften Substanzen, Abwehr durch das Immunsystem, Gerinnung und Wärmeverteilung im Körper – um nur ein paar Beispiele zu nennen.

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Welche Blutmenge spendet man?

Jede Spende enthält 500 Milliliter (einen halben Liter) Blut in einem Standardbeutel, der eine genau auf dieses Volumen abgestimmte Menge gerinnungshemmende Substanzen enthält. Aus diesem praktischen und technischen Grund entnimmt man jeder Person die gleiche Menge Blut. Die für die Blutabnahme verwendeten Plastikbeutel bestehen aus Einwegmaterial (einschließlich der Kanüle) und werden nach der Blutspende entsorgt, so dass jegliche Ansteckungsgefahr von vornherein ausgeschlossen ist.

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Sind 500 ml nicht zu viel?

Erwachsene haben je nach Gewicht 4 bis 6 Liter Blut. Ein Mann mit einem Gewicht von 80kg verfügt über 6 Liter Blut. Eine Frau von 60 kg über 4 Liter. Eine Abnahme von 500 Millilitern ist für einen Erwachsenen mit einem Mindestgewicht von 50 kg vollkommen ungefährlich. Der Körper ersetzt die entnommene Blutmenge und gleicht die Spende aus.

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Wie lange dauert eine Spende?

Die Spende an sich dauert ungefähr 10 Minuten. Da Vorbereitungen zu treffen sind und man sich nachher ausruhen muss, sollte man für die erste Spende ungefähr 90 Minuten einkalkulieren. Danach reicht eine Stunde. Aber es bleibt Ihnen überlassen, wie viel Zeit Sie beim Imbiss verbringen, der Ihnen anschließend angeboten wird.

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Ist diese Dauer immer gleich?

Ja, mehr oder weniger. Wenn jedoch viele Spender gleichzeitig da sind, kann es schon vorkommen, dass es etwas länger dauert. In diesem Fall bitten wir um Ihre Geduld und Ihr Verständnis.

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Wie oft darf man Blut spenden?

Gesunde Frauen dürfen alle 4 Monate Blut spenden, gesunde Männer alle 3 Monate. Diese Fristen sind gesetzlich geregelt und müssen eingehalten werden. Plasma darf maximal alle 4 Wochen gespendet werden – das gilt sowohl für Frauen als auch für Männer.

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Darf ich mir selbst Blut spenden?

Bei einer geplanten Operation ist das möglich. Die Gesundheit des Patienten muss es erlauben, innerhalb relativ kurzer Zeit 2-3 Mal Blut zu spenden, weil das Blut nur begrenzt haltbar ist. In diesem Fall, sprechen Sie bitte Ihren Arzt auf eine Autotransfusion an. Er wird entscheiden, ob dies möglich ist, und, wenn ja, Ihnen das Verfahren erklären. Schätzungen zufolge können Autotransfusionen aber nur 5 bis 10% der Blutspenden ersetzen. Ihre Blutspende ist und bleibt also unentbehrlich.

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Wer darf spenden?

Jeder gesunde Mensch zwischen 18 und 70 Jahren darf Blut spenden. Erstspender müssen jedoch jünger als 60 Jahre sein. Vor jeder Blutabnahme wird gründlich untersucht, ob ein Mensch Blut spenden darf. Es wird geprüft, ob die Person mehr als 50 kg wiegt, ob Blutdruck, Puls und Hämoglobin-Konzentration normal sind. Jeder Spender muss – auch in eigenem Interesse – einen Fragebogen über seinen Gesundheitszustand ausfüllen.

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Ist die Blutabnahme schmerzhaft?

Wenn man Blut spendet, spürt man den Einstich der Nadel in die Vene kaum. Die Blutabnahme selbst ist schmerzlos. Beim ersten Mal muss man sich vielleicht etwas überwinden

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Wie lange braucht der menschliche Körper, um das abgenommene Blut zu ersetzen?

Der Körper ersetzt die Flüssigkeit und die weißen Blutkörperchen, die so wichtig für die Abwehr gegen Mikroben sind, innerhalb von einem Tag. In 6-8 Wochen ersetzt der Körper das gesamte gespendete Blut. Sie werden während dieser Zeit jedoch keine besondere Müdigkeit verspüren. Von Hochleistungssport (z.B. Marathon) wird aber abgeraten.

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Beeinflusst Blutspenden den Blutdruck?

Der Blutdruck sinkt etwas nach einer Spende, steigt jedoch schnell wieder. Blut spenden ist also kein Mittel gegen hohen Blutdruck.

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Worauf soll man vor und nach der Spende achten?

Man darf nicht auf leeren Magen Blut spenden. Nehmen Sie bitte, bevor Sie kommen, eine leichte Mahlzeit mit etwas Wasser oder Obstsaft zu sich. Vermeiden Sie vor und nach der Spende anstrengende körperliche Tätigkeiten oder die Sauna.

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Gibt es besondere Richtlinien für Sportler?

Tauchen und Leistungssport sollten in den ersten zwei Tagen nach der Spende vermieden werden. Außerdem sollte jede sportliche Tätigkeit an Ihre vielleicht etwas reduzierten körperlichen Fähigkeiten angepasst werden. Als Faustregel sollten Sie sich vor und nach der Spende etwas Ruhe gönnen.

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Gibt es besondere Richtlinien für Autofahrer?

Wenn Sie sich wohl fühlen, genügt es, wenn Sie sich etwas ausruhen, bevor Sie sich ans Steuer setzen.

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Beschädigen Blutspenden die Venen?

Nein. Wenn Sie drei bis vier Mal pro Jahr spenden, besteht kein Risiko für Ihre Venen.

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Kann Blut spenden gesundheitsschädlich sein?

Nein! Keinesfalls: jedes Mal wird die Blutspende-Fähigkeit des Spenders untersucht. Unter diesen Bedingungen besteht bei der Blutspende kein Gesundheitsrisiko. Für Spender besteht auch keine Ansteckungsgefahr (HIV/Aids oder Hepatitis zum Beispiel), da wir für jede Spende ein steriles Set mit Kanüle und Plastikbeutel benutzen. Es handelt sich um Einwegmaterial, das nach der Benutzung entsorgt wird.

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Bestehen Unverträglichkeitsrisiken?

Fast alle Spender vertragen die Spende gut. In weniger als 1% der Fälle weisen Spender eine Reaktion auf. Im Allgemeinen handelt es sich um ein vorübergehendes Unwohlsein, das nur einige Minuten anhält. In sehr seltenen Fällen kann eine stärkere Reaktion während oder nach der Spende auftreten, wie zum Beispiel ein Blutdrucksturz. Deshalb ist ein beaufsichtigter leckerer Imbiss nach der Spende unentbehrlich.

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Was passiert mit dem gespendeten Blut?

Jede Blutspende wird als erstes in unserem Labor untersucht. Die Zusammensetzung des Blutes wird mit Hilfe eines Blutbilds überprüft. Außerdem werden diverse Tests durchgeführt, um Infekte oder Antikörper zu identifizieren, z.B. Gelbsucht (Hepatitis B, Hepatitis C, Transaminasen), AIDS (HIV), Syphilis (TPHA) und andere (HTLV, a-HBc). Aus Sicherheitsgründen werden diese Analysemethoden ständig überprüft und an neue Anforderungen angepasst. Blut, das anormale Ergebnisse aufweist, wird beseitigt.

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In welchen Etappen werden die Blutprodukte hergestellt?

Dieser komplexe Vorgang erfordert einen pharmazeutischen Ansatz in mehreren Schritten:

1. Filtrierung: Elemente, die nicht gebraucht werden und bei der Transfusion schädlich sein könnten, werden herausgefiltert.

2. Zentrifuge: rote Blutkörperchen, Blutplättchen und Plasma werden getrennt.

3. Beförderung der Blutprodukte in den Bereich der Endverarbeitung.

4. Beschriftung der Beutel, die die verschiedenen Blutprodukte enthalten.

5. Aufbewahrung bis zur Lieferung an ein Krankenhaus.

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Werde ich über die Ergebnisse der Laboranalysen informiert?

Bei allen Blutspenden werden ungefähr 30 Analysen durchgeführt. Bei normalen Ergebnissen wird der Spender nicht verständigt. Wenn die Ergebnisse jedoch von der Norm abweichen, werden Spender sofort telefonisch oder schriftlich benachrichtigt. Falls der HIV-Test positiv ausfällt, wird von einem zweiten Labor eine Gegenprobe durchgeführt. Wird der Positivbefund bestätigt, so wird der Spender unverzüglich von einem Arzt zum Gespräch eingeladen.

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Was sind Blutprodukte? Wird das Blut nicht direkt bei dem Patienten verwendet?

Blut besteht aus Blutzellen (45%) und Plasma (55%). Bei Transfusionen wird nicht mehr das gesamte Blut verwendet. Aus Blutzellen werden Konzentrate von roten Blutkörperchen (Erythrozyten) und von Blutplättchen (Thrombozyten) hergestellt. Aus Plasma werden Produkte wie Albumin, Gerinnungsfaktoren und Immunoglobuline extrahiert. Patienten erhalten bei der Transfusion nur die Blutbestandteile, die sie für ihre Gesundheit auch wirklich brauchen. Jede Blutspende wird so optimal verwendet, sodass sie mehreren Kranken oder Verletzten hilft.

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Wie lange kann man Blut aufbewahren?

Die Aufbewahrungszeit von Blut hängt von den Bestandteilen ab: Thrombozyten- Konzentrate kann man nur 5 Tage aufbewahren, Erythrozyten-Konzentrate hingegen 42 Tage. Plasmaprodukte wie Albumin können sogar 2 Jahre lang aufbewahrt werden. Dies ist der Hauptgrund für die Trennung der Blutbestandteile. Deshalb werden bereits bei der Abnahme Kombinationsbeutel verwendet, um die weitere Bearbeitung zu vereinfachen.

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Sind Blutprodukte sicher? Besteht ein Infektionsrisiko?

Absolute Sicherheit existiert nicht, aber das Blutspendezentrum garantiert die größtmögliche Sicherheit der Transfusionen. Um Infektionsrisiken durch Erythrozyten- und Thrombozyten-Konzentrate weitestgehend auszuschließen, wird eine Reihe von Maßnahmen angewandt: detaillierte Befragung der Spender, regelmäßige Sensibilisierung, Benutzung von sterilen Einwegmaterialien, systematische Analyse jeder Probe, Verfahren zur Beseitigung möglicher Pathogene bei der Verarbeitung. Das Blutspendezentrum wendet ein Qualitätssicherungssystem an, das für alle Verfahren in den einzelnen Arbeitsbereichen gilt.

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Wann wird das Blut verwendet? Für wen?

Blut wird vor allem von Menschen benötigt, die in Folge eines schweren Unfalls oder einer Operation viel Blut verloren haben. Eine Operation am offenen Herzen erfordert beispielsweise 4 bis 6 Blutspenden. Blutprodukte werden ebenfalls zur Behandlung von Krankheiten benötigt, die die Zusammensetzung des Bluts beeinflussen, z.B. wenn Gerinnungsfaktoren fehlen oder Leukämie behandelt werden muss. Blutbedarf steht auch in direktem Bezug zum medizinischen Fortschritt. Viele Operationen, Organtransplantationen und Behandlungen bösartiger Tumore sind nur dank moderner Medizin und effektiver Bluttransfusions-Methoden möglich.

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Warum muss man jedes Mal einen medizinischen Fragebogen ausfüllen?

Aufgrund des Fragebogens und der vom Fachpersonal mündlich gestellten Fragen, können der Gesundheitszustand und die Spende-Fähigkeit beurteilt werden. Dies liegt im Interesse sowohl des Spenders als auch des Empfängers. Deshalb beinhaltet der Fragebogen auch Fragen zu möglichen jüngeren Erkrankungen, geplanten Operationen usw. Richtige, genaue und ehrliche Antworten erhöhen die Sicherheit der Bluttransfusionen.

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Kann ich sicher sein, dass meine Antworten vertraulich behandelt werden?

Die durch den Fragenbogen und Gespräche erhaltenen Informationen über den Spender werden vertraulich behandelt und fallen unter den personenbezogenen Datenschutz. Das Blutspendezentrum wird die Identität des Spenders, Informationen zu seiner Gesundheit und die Testergebnisse nicht ohne Erlaubnis preisgeben.

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Das Rote Kreuz behauptet, dass seine Blutspenden eine besonders hohe Sicherheit garantieren. Wieso?

Zahlreiche Vergleiche haben bewiesen, dass die Unentgeltlichkeit – also die Tatsache, dass auf materielle Belohnung verzichtet wird – einen wichtigen Sicherheitsfaktor darstellt. Hinzu kommen das Prinzip der Ehrenamtlichkeit, die sorgfältige Auswahl neuer Spender und die Tatsache, dass manche Menschen über Jahre, sogar Jahrzehnte, immer wieder Ihr Blut spenden.

Nationale und Internationale Gesetzgebung sorgt mehr und mehr für ein streng geregeltes Arbeitsumfeld. Ferner wurde 1999 das Qualitätssicherungssystem des Blutspendezentrum als eines der ersten luxemburgischen Medizinzentren nach der Qualitätsnorm ISO 9002 zertifiziert.

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Gibt es genug Blutspenden in Luxemburg? Warum ist das wichtig?

Luxemburg ist eines der wenigen Länder, in dem noch genügend Blut zur Verfügung steht. Diese Selbstversorgung stellt einen wichtigen Teil der nationalen Sicherheit dar. Im Notfall kann der Blutbedarf aus dem Ausland ergänzt werden. Leider haben wir festgestellt, dass die Anzahl an Spendern in den letzten Jahren stetig zurückgegangen ist. Das liegt unter anderem daran, dass die Spende-Kriterien strenger geworden sind. Wenn in unserem Land zukünftig genügend Blutprodukte verfügbar sein sollen, so braucht das Bluttransfusionszentrum stetig neue Spender.

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Gibt es Knappheitsperioden?

Die Anzahl an Spendern sinkt, zum Beispiel während der Ferien. Dies kann trotz Sicherheitsreserven zu einem Versorgungsengpass führen. Die kritische Phase reicht vom 1. August bis zum 15. September. Dieses Problem kann jedoch vermieden werden, wenn jeder gesunde Mensch zwischen 18 und 70 Jahren regelmäßig Blut spendet.

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Sind seltene Blutgruppen wertvoller?

Blutgruppen sind in der luxemburgischen Bevölkerung etwa folgendermaßen vertreten:

  Rhesus positiv Rhesus negativ
O 35% 6%
A 37% 6%
B 9% 2%
AB 4% 1%

 

Dies entspricht auch den Anteilen des Bedarfs an Erythrozyten-Konzentrat. In einigen seltenen Fällen sind einige Blutgruppen gefragter, z.B. bei einer Blutaustausch-Transfusion bei Neugeborenen. Deshalb ist es wichtig, dass möglichst viele Menschen mit seltenen Blutgruppen Blut spenden. Die Blutgruppe O Rhesus negativ (“O-”) ist unentbehrlich, weil sie in der Notaufnahme (bei schweren Unfällen z.B.) als “Universalgruppe” benutzt wird. Allgemein jedoch sind Spenden aller Blutgruppen kostbar und retten Leben.

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Verkauft Luxemburg Blut ins Ausland?

Nein! In Luxemburg gibt es in etwa genügend Blut, um den Bedarf der Krankenhäuser für Kranke und Verletzte zu decken: es gibt also keinen Überschuss. Außerdem verbietet das Bluttransfusionsgesetz (vom 15. März 1979) jegliche kommerzielle und profitorientierte Tätigkeit im Zusammenhang mit Blut.

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Blut wird unentgeltlich gespendet. Warum wird es nicht gratis an Krankenhäuser abgegeben?

Das Blutspendezentrum hat keinen Erwerbszweck. Der Preis der Blutprodukte deckt lediglich die Kosten des Herstellungsverfahrens: Blutabnahme, Verarbeitung, Tests, Aufbewahrung, Verteilung. All dies ist teuer. Die verschiedenen Arbeitsbereiche des Bluttransfusionszentrums und die vielen Abnahmen erfordern qualifiziertes Personal und eine gute Ausrüstung. Das Blutspendezentrum in Luxemburg garantiert, dass bei der Herstellung seiner Blutprodukte die strengen internationalen Sicherheits- und Qualitätsnormen für Blutprodukte eingehalten werden.

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Warum zahlt das Rote Kreuz nicht für Blutspenden, wenn mehr Blut gebraucht wird?

Blut spenden ist ein Akt der Solidarität, aus dem niemand finanziellen Nutzen ziehen darf. Die Blutspendezentren des Roten Kreuzes werden von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) unterstützt und unterliegen strengen ethischen Normen, u.a. dem Prinzip der Unentgeltlichkeit. Niemand soll durch Armut gezwungen sein, Blut zu spenden, genauso wie jeder Patient unabhängig von seiner finanziellen Situation das Recht hat, mit Blut oder Blutprodukten versorgt zu werden.

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Wo und wann kann man in Luxemburg Blut spenden?

Rufen Sie uns einfach unter der Nummer 27 55-4000 an, und wir sagen Ihnen, wo und wann Sie Blut spenden können. Sie können auch zum Bluttransfusionszentrum in Luxemburg-Stadt kommen, um sich dort als neuer Spender einzuschreiben.

Adresse und Öffnungszeiten des Blutspendezentrums finden Sie auf dieser Website.

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